Geschichte & Philosophie


Geprägt durch die Naturschutz- & Ökologiebewegung gründeten Waltraud Loose-Hornung und Hans-Jürgen Hornung noch während ihrer Studienzeit an der FH Osnabrück (sie im Studienfach Landwirtschaft, er im Gartenbau) ab August 1986 ihren gemeinsamen Betrieb. Ziel war es, durch einen naturverträglichen Anbau Obst und Gemüse zu produzieren, sowie Tiere artgerecht zu halten und damit den gemeinsamen Lebensunterhalt zu erwirtschaften.

 

Auf dem Rethof in Bückeburg/Scheie konnte aus dem elterlichen Betrieb von Waltraud (inzwischen vom Bruder geführt) das denkmalgeschützte Altenteilerhaus als Wohn- und Wirtschaftsgebäude erworben  und 3 Hektar Ackerland gepachtet werden. Noch im Spätsommer wurden die ersten Erdbeeren, Beerensträucher und Obstbäume gepflanzt. Ab Frühjahr 1987 folgte dann der Anbau allerlei Gemüsearten und Kartoffeln und ab Ende Mai wurden die ersten Produkte den Bückeburger Kunden auf dem Wochnmarkt angeboten.

 

Von Anfang an unterzogen wir uns der Kontrolle des Bioland-Verbands, lange bevor überhaupt eine staatliche Kontrolle im Biobereich eingeführt wurde. Seit den Anfängen sind wir also Bioland-Vertragsbetrieb und selbstverständlich jetzt auch zusätzlich saatlich zertifiziert.

 

Unser Wunsch war es auf unseren Ackerflächen ein buntes und vielseitiges Spektrum an Pflanzen zu kultivieren und damit unseren Kunden ein breit gefächertes Angebot aus heimischer Produktion anzubieten. An diesem Ziel arbeiten wir bis heute und sind zurzeit bei 60 bis 70 Obst- und Gemüsearten, ergänzt durch die Eier unserer Hühner. Dieser vielseitige Anbau schützt uns auch bei Ausfall der einen oder anderen Kultur durch Schadbefall oder Wetterkapriolen, da dafür andere Kuturen gelingen und es somit immer noch genug zu ernten gibt um diese Ausfälle auszugleichen. Jedes Jahr verläuft dabei anders, ist einzigartig und spannend!

 

Auf unserem Hof versuchen wir mit verschiedenen Maßnahmen für die Kulturen gute Bedingungen zu schaffen. Neben der sorgfältigen Sortenauswahl und Kulturführung unterstützen wir auch gezielt die großen und kleinen Helfer aus der Natur. So brüten in den angelegten Hecken viele Singvögel und in unserer blütenreichen Gründüngung summen unzählige nützliche Inskten. Nach so vielen Jahren erfreuen wir uns auf unseren Flächen an vielen Bienen, Hummeln, Käfern und Schmetterlingen sowie an Sing- & Greifvögeln, Fröschen und Kröten. Diese Artenvielfalt hilft uns bei der Bestäubung unserer Obstbäume und insbesondere bei der Begrenzung von Schädlingen wie Blattläusen oder Raupen - Pflanzenschutzmittel werden daher bei uns nicht eingesetzt!

Herausgestellt auf unserem Logo ist der sehr seltene Laubfrosch, der bei uns nicht nur die Schadinsekten in den Himbeeren vertilgt, sonder auch im Gemüse und in den Kronen der Obstbäume auf Beutejagt geht.

 

Die Gründüngung dient zudem, neben ökologischen Handelsdüngern, zur Versorgung unserer Böden mit Nährstoffen. Hinzu kommt der wertvolle Mist unserer Legehennen, die wiederum gerne unsere Gemüsereste verzehren. So versuchen wir die verschiedenen Bereiche auf unserem Hof zu verbinden und Kreisläufe zu schließen.

 

Dieses Ziel, einein naturvertäglichen Anbau vielfältiger Kulturen auf einem bunten und artenreichen Acker, bestimmt seit über 30 Jahren unser Leitbild. Seit 2015 sind mit Jakob und Konrad beide Söhne mit im Betrieb und wollen dieses Leitbild mit vollster Überzeugung in der Zukunft weitführen. Auf das der Laubfrosch noch lange in den Himbeeren quakt!